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	<title>Die Geschichte</title>
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	<description>Die Geschichte eines verlassenen Mädchens</description>
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		<title>Die Geschichte</title>
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		<title>Chapter 15</title>
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		<pubDate>Thu, 14 May 2009 15:06:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Leonie Smith / Sehnsuchtswiese</dc:creator>
				<category><![CDATA[Chapter]]></category>

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		<description><![CDATA[Entschuldigt, dass ich so lange nicht geschrieben habe. Hatte keine Zeit &#38; keine Lust &#8211; aber nun Kapitel 15: Die Morgensonnen schien auf uns herab, als wären wir die Hauptdarsteller eines Theaterstücks. Alle Augen waren auf uns gerichtet, denn das, was jetzt passierte, würde die Handlung wenden. Mit einem Unterschied: es gab keine Handlung, die [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=diegeschichte.wordpress.com&amp;blog=6433553&amp;post=61&amp;subd=diegeschichte&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Entschuldigt, dass ich so lange nicht geschrieben habe. Hatte keine Zeit &amp; keine Lust &#8211; aber nun Kapitel 15:</strong></p>
<p>Die Morgensonnen schien auf uns herab, als wären wir die Hauptdarsteller eines Theaterstücks. Alle Augen waren auf uns gerichtet, denn das, was jetzt passierte, würde die Handlung wenden. Mit einem Unterschied: es gab keine Handlung, die sich wenden konnte, denn das hier war erst der Anfang unserer Geschichte.</p>
<p>Unsere Gesichter waren so nahe beieinander, sodass ich seinen Atem hören konnte, sein Herz klopfen. Mein eigenes klopfte so laut, sodass ich Angst bekam, Neo könnte es hören. Wie peinlich. Schnell wandte ich meinen Blick ab. Ich kannte ihn doch gar nicht, wie konnte ich mich so schnell in ihn verlieben?  Bisher hatte ich an Liebe auf den ersten Blick gezweifelt, aber nun kam mir meine Ansicht absurd vor. Liebe kam und ging, wann sie will, ohne, dass man sie steuern kann. Ist es also so unmöglich, dass ich mich in diesen schwarzhaarigen Jungen verlieben konnte, der auf mich wirkte, als kannte ich ihn schon immer? Nein – es war durchaus möglich.</p>
<p>Aber nicht jetzt. Ich war hier aus einem ganz bestimmten Grund: ich musste diese Jugendherberge wiederfinden, ich musste meiner kleinen Schwester die letzte Ehre erweisen, da dies meine Eltern kein einziges Mal taten. Vielleicht wusste Neo, wo sich die Jugendherberge Summerville befand. Konnte ich ihn einfach so fragen? Wenn ich das tat, stand zweifellos fest, dass er nachfragen würde, warum ich das wissen wollte. Aber momentan verspürte ich nicht das Bedürfnis, ihm meine Lebensgeschichte zu erzählen – und vor allem, warum ich diese Herberge suche.</p>
<p>„Bist du okay?“ Er hatte wohl bemerkt, dass ich geistig nicht anwesend war. Ich blickte in seine Augen. Erschrocken. Ängstlich. Sofort trat er einen Schritt zurück: „Entschuldige. Ich sollte dich nicht so überfallen. Vielleicht ist es besser, wenn ich jetzt gehe.“ Er drehte sich urplötzlich um die eigene Achse, ging in die Hütte, kam mit seinem Militärrucksack wieder heraus und verschwand durch den Wald. Seine Schritte wurden immer leiser, bis ich sie nicht mehr hören konnte. Manchmal vernahm ich ein Knacksen, doch sehen konnte ich Neo nicht mehr. Er hatte mich einfach stehen gelassen, er war einfach davongelaufen. Als würde auch er vor irgendetwas davonlaufen. Vor was nur? Vor mir? Oder bloß vor seinen eigenen Problemen? Ich wusste es nicht. Doch als ich mir dieses Mal die Fragen darüber stellte, wer er war, und warum auch er hier war, war er mir plötzlich nicht mehr egal. Vielleicht lag es daran, was heute passiert ist. Vielleicht lag es aber auch an meinem Bauch, der ununterbrochen kribbelte, als wären tausend Schmetterlinge darin gefangen.</p>
<p>Eines stand fest: ich musste ihn wiedersehen.</p>
<p>Und ich hatte das Gefühl, dass es bis zu unserem Wiedersehen nicht mehr lang ist.</p>
<p>Hoffentlich.</p>
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		<title>Chapter 14</title>
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		<pubDate>Fri, 03 Apr 2009 21:30:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Leonie Smith / Sehnsuchtswiese</dc:creator>
				<category><![CDATA[Chapter]]></category>

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		<description><![CDATA[Als er die Augen öffnete waren kaum zehn Minuten vergangen, in denen ich dasaß und ihn anstarrte. Neo erschrak, als er mich über ihm sitzen sah. „Entschuldige, dass ich doch so erschreckt hab. Das wollte ich nicht.“ Verlegen sah ich zur Seite und stand auf. „Kein Problem“; wehrte er ab. Stillte, in der keiner von [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=diegeschichte.wordpress.com&amp;blog=6433553&amp;post=59&amp;subd=diegeschichte&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als er die Augen öffnete waren kaum zehn Minuten vergangen, in denen ich dasaß und ihn anstarrte. Neo erschrak, als er mich über ihm sitzen sah. „Entschuldige, dass ich doch so erschreckt hab. Das wollte ich nicht.“ Verlegen sah ich zur Seite und stand auf. „Kein Problem“; wehrte er ab.  Stillte, in der keiner von uns beiden wusste, was er sagen sollte. Sekunden, in denen wir uns wieder ansahen. Inzwischen war mir sein Gesicht schon so vertraut. Dabei hatte ich ihn erst zwei Mal gesehen, und gestern war es die meiste Zeit dunkel gewesen. Und dennoch. Diese Gesichtszüge… es war nicht so, als kämen sie mir bekannt vor. Viel eher, als strahlte er eine solche Sympathie aus, die ihn vertraut wirken ließ. Ich öffnete den Reißverschluss der Jacke und schälte mich heraus. „Hier, ich brauche sie nicht mehr.“ Ich hielt ihm die Jacke hin. Er sah mich erstaunt an. „Behalte sie. So wenig wie du anhast.“ Neo sah an mir herab, und ich musste grinsen. Ja, er hatte recht. Der Rock und dieses Top waren wirklich wenig. Zum zweiten Mal wünschte ich mir, mehr angezogen zu haben. Verwundert über die Erleichterung die ich bei der Erlaubnis, die Jacke behalten zu können, verspürte, zog ich sie wieder an. „Danke.“ Ein weiteres Mal lächelte ich, doch Neo sah mich nur ernst an. „Weißt du, ich habe mich gefragt, wo du so schnell hinwolltest, als du mich fast umgerannt hast. Du hast so verzweifelt ausgesehen. Die Straßen sind um die Zeit nicht sicher, das weißt du.“ „Was bist du? Superman? Ich brauche niemanden, der mich beschützt!“ Unverwandt starrte ich ihn an. „Nein, bin ich nicht, aber ich wollte nicht, dass dir etwas passiert. So, wie du aussiehst.“ Auch er stand jetzt auf und kam einen Schritt auf mich zu. Ich musste meinen Kopf heben, um ihm in die Augen sehen zu können. „Bist du deshalb hierhergekommen? Weil du mich vor bösen Männern schützen willst?“, ich grinste spöttisch, doch Neo sah mich immer noch ernst an: „Du hast doch keine Ahnung.“ Darauf entgegnete ich traurig: „Wenn du wüsstest.“ Denn ich hatte eine Ahnung. Eine Ahnung, was nachts auf diesen Straßen los war. Besser gesagt in den dunklen Seitengassen. Ich war oft genug dort gewesen, um es am eigenen Leibe erlebt zu haben. Ich hatte es nicht vergessen. Nicht den Geruch von Wodka und Marlboro, und auch nicht die schwitzigen Hände, die mich befummelten. Ich war nicht freiwillig dort, und würde es auch kein weiteres Mal riskieren, kein weiteres Mal mein Leben so leichtfertig aufs Spiel zu setzen, nur, um jemanden zu Suchen. Haargenau erinnerte ich mich an diesen Abend, und wie ich durch die dunklen schlich. Auf der Suche nach meiner Mutter. Als mein Vater festgenommen wurde, trieb sie sich oft dort herum. Jahrelang. Was sie dort machte, wusste ich nicht. Ich wusste auch nicht, was Prostitution bedeutet. Was es bedeutet, seinen Körper zu verkaufen. Aber ich schwor mir später, es nie zu tun, mich nie diesem Albtraum auszusetzen. „Was ist? Du schaust so nachdenklich.“ Neo legte mir einen Arm auf die Schulter. Vor Schreck fuhr ich zusammen und trat einen Schritt zurück. Es war das erste Mal, dass wir uns berührten, und es war wie ein Stromschlag. Wie ein Blitz, mit Elektrizität geladen. Ich blickte nach oben, ihm ins Gesicht. „Ich habe an… an damals gedacht.“ Ich senkte meinen Kopf wieder. Hoffte, so meinen Schmerz verbergen zu können. Die schreckliche Erinnerung, die sich in mir aufstaute, mich förmlich zerfraß, auch, wenn ich es mir nicht eingestehen wollte. „Du musst nicht darüber reden, wenn du nicht willst.“ Seine Hand berührte jetzt mein Kinn und hob meinen Kopf nach oben, sodass ich gezwungen war, ihn anzusehen. Seine Hand war warm, und fühlte sich gut an. Das Knistern der Blitze zwischen uns war deutlich zu vernehmen. Ich fühlte mich plötzlich, als wäre um uns nichts. Da waren nur wir. Alles andere war verschwunden  &#8211; all die Sorgen, all der Schmerz. Es existierte nur mehr das Glück, das ich gerade verspürte. Unsere Blicke sprachen für Worte, und wir schwiegen. In diesem Moment waren Worte fehl am Platz.</p>
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		<title>Chapter 13</title>
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		<pubDate>Sat, 21 Mar 2009 14:18:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Leonie Smith / Sehnsuchtswiese</dc:creator>
				<category><![CDATA[Chapter]]></category>

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		<description><![CDATA[Durch das kleine Fenster schien Licht. Es wurde immer heller, und die Nacht neigte sich dem Ende zu. Doch ich konnte nicht zur Ruhe kommen. Meine Augen wollten sich nicht schließen lassen, und so lag ich wach. Lange, sehr lange. Ich hatte es versucht, doch vergebens. Die Gedanken plagten mich zu sehr, um Schlaf zu [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=diegeschichte.wordpress.com&amp;blog=6433553&amp;post=57&amp;subd=diegeschichte&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Durch das kleine Fenster schien Licht. Es wurde immer heller, und die Nacht neigte sich dem Ende zu. Doch ich konnte nicht zur Ruhe kommen.  Meine Augen wollten sich nicht schließen lassen, und so lag ich wach. Lange, sehr lange. Ich hatte es versucht, doch vergebens. Die Gedanken plagten mich zu sehr, um Schlaf zu finden.  Langsam drehte ich den Kopf nach links. Am Boden hatte sich Neo eine dünne Matte hingelegt, worauf er nun schlief. Sein Gesicht sah so friedlich aus, als könnte er im Schlaf der  Gegenwart entkommen. Ich beneidete ihn darum, es wäre schön, einmal zu flüchten, in eine andere Welt &#8211; in meine Traumwelt. In eine Welt voller schöner Dinge, voller Familie und voller Freunde. Voller Schwestern und voller friedlicher Väter. Einfach glücklich sein. Doch momentan war es unmöglich, und auch schlafen war unmöglich. Da es keinen Sinn hatte, noch länger rumzuliegen, schlug ich dei Decke zurück und stand auf. Verwundert sah ich an mir herunter. Ich trug eine grüne, viel zu große Militärsjacke, die mir fast bis zu den Knien ging. Da erinnerte ich mich. Neo hatte sie mir gestern gegebn, als er sah, wie ich zitterte. Er hatte nicht gefragt, wieso ich nicht mehr angezogen hatte. Er hatte überhaupt nichts gefragt, bis auf meinen Namen. Ich beschloss, auch ihn nichts zu fragen, denn auf meine Frage, ob Neo sein wirklicher Name sei, gab er eine abwehrende Antwort. Vielleicht war es auch besser, nicht zu viel über ihn zu erfahren. Gedankenverloren trat ich ans Fenster geran, und als ich sah, wie schön die Lichtung im Morgenlicht aussah, öffnete ich die Türe und trat nach draußen. Eine Brise Frühlingsluft wehte mir entgegen. Ich sog sie ein, als wäre sie mein Lebenselixier &#8211; überlebenswichtig. Ich wurde im Frühling geboren, und so liebte ich diese Jahreszeit und alles was damit verbunden war: die ersten Blumen, die ersten Blätter, die Frühlingsluft, das Vogelgezwitscher. Das Laub unter meinen Füßen raschelte, als ich die Lichtung überquerte. Wie sollte es nun weitergehen? Sollte ich einfach abhauen, und nach der ugenherberge suchen, oder weiter bei Neo bleiben? Der Reiz, einfach wegzulaufen war verlockend. Doch das hatte ich mein ganzes Leben lange gemacht: Weglaufen. Und ich tat es auch jetzt. Doch ich spürte, dass Neo etwas Besonderes war. Vielleicht konnte er noch nützlich sein. Und irgendwie mochte ich ihn. Seine Art, wie er mich ansah, wie er sprach, sie faszinierte mich und zog mich an. Das Bedürfnis danach, zu erfahren, wer er war, wurde immer stärker, doch ich musste mich in Geduld üben. Obwohl es Frühling war, war die Kälte am frühen Morgen sehr deutlich zu spüren. Ich zog den Reißverschluss der Jacke fester zu, drehte mich um und ging wiede rin die Hütte. Neo schlief immer noch, und das sah ich als Möglichkeit, in mir näher anzusehen. In sein schönes Gesicht zu blicken, es mir einprägen. Ich setzte mich neben ihm auf die Matte und drehte mich ihm zu. Das einzige Geräusch, das zu hören war, war sein leiser, regelmäßiger Atem.  Warm bließ er auf die Haut meines rechten Armes. Sein Gesicht war immer noch so friedlich wie davor. Was er wohl gerade träumte?</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/diegeschichte.wordpress.com/57/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/diegeschichte.wordpress.com/57/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/diegeschichte.wordpress.com/57/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/diegeschichte.wordpress.com/57/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/diegeschichte.wordpress.com/57/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/diegeschichte.wordpress.com/57/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/diegeschichte.wordpress.com/57/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/diegeschichte.wordpress.com/57/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/diegeschichte.wordpress.com/57/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/diegeschichte.wordpress.com/57/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/diegeschichte.wordpress.com/57/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/diegeschichte.wordpress.com/57/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/diegeschichte.wordpress.com/57/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/diegeschichte.wordpress.com/57/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=diegeschichte.wordpress.com&amp;blog=6433553&amp;post=57&amp;subd=diegeschichte&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Chapter 12</title>
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		<pubDate>Thu, 19 Mar 2009 19:44:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Leonie Smith / Sehnsuchtswiese</dc:creator>
				<category><![CDATA[Chapter]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Himmel war wirklich wunderschön. Die Sterne strahlten um die Wette und der Mond war eine schöne, runde Kugel, der den ganzen Wald erhellte, wie eine Straßenlaterne. Was da oben gerade geschah? Ich fragte mich, ob wir die einzigen Lebewesen in diesem Universum waren. Ich war mir sicher, dass es nicht so war. Eine Million [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=diegeschichte.wordpress.com&amp;blog=6433553&amp;post=54&amp;subd=diegeschichte&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Himmel war wirklich wunderschön. Die Sterne strahlten um die Wette und der Mond war eine schöne, runde Kugel, der den ganzen<br />
Wald erhellte, wie eine Straßenlaterne. Was da oben gerade geschah? Ich fragte mich, ob wir die einzigen Lebewesen in diesem Universum waren.<br />
Ich war mir sicher, dass es nicht so war. Eine Million Sonnensysteme, da war die Wahrscheinlichkeit, ob da draußen etwas anderes existierte,<br />
ziemlich hoch. Ich stellte mir vor, wie diese aussehen mögen. So, wie die Außerirdischen von Roswell beschrieben wurden? Oder hatten sie gar keine AUgen?<br />
Ich musste an ein Buch denken, das ich vor Wochen gelesen hatte. Es hieß Das Große Spiel und war von Orson Scott.<br />
Vielleicht gab es sie wirklich, diese Krabbler. Man konnte nie wissen.<br />
Plötzlich schrak ich auf. Mir wurde bewusst, dass ich eigentlich über etwas völlig nebensächliches nachdachte. Eigentlich tat ich das gerne -<br />
Dinge hinterfragen, philosophieren. Doch in der jetzigen Situation erschien es mir bloß absurd und falsch.<br />
Ich war abgehauen, um alles zu vergessen, was war. Doch zuvor musste ich noch diese Jugenherberge finden. Umbedingt wollte ein Gedenken an Clarie dort<br />
hinbringen. Es war mir sehr wichtig. Meine kleine Schwester, der das Leben leider nicht gewährt wurde, aus Gründen, die mir selber sehr bekannt waren, die ich aber<br />
nicht Wahrhaben wollte. Er hatte sie umgebracht, meine kleine, süße Schwester, die ich bisher lediglich von Ultraschallbilder kannte. Und auch daran kann ich mich noch wenig erinnern.<br />
Außer, dass meine Mutter oft zu mir sagte, ich solle mein Ohr an ihren Bauch legen, dann konnte ich sie leise reden hören. Natürlich konnte ich das nicht, doch ich<br />
war ein kleines Kind, und meine Fantasie größer als mein Verstand.<br />
Meine Erinnerungen verschwanden, als mich eine Stimme aus den Gedanken riss. Sie kam mir bekannt vor. Tief und sympathisch. Schön.<br />
&#8222;Die Sterne sind wunderschön. Wenn ich alleine bin, liege ich oft am dach meiner Hütte und beobachte den Himmel.&#8220;<br />
Erschrocken fuhr ich herum. Ein von schwarzen Locken umrahmtes Gesicht starrte in den Himmel. Als er bemerkte, dass ich ihn bemerkt hatte, und ihn ansah, senkte er seinen Kopf<br />
und blickte mir in die Augen. Sie strahlten eine solche Wärme aus, dass ich am liebsten geweint hätte. Lange hatte ich keine solche Wärme mehr gespührt, oder vermittelt bekommen.<br />
Plötzlich war ich glücklich. Ich hatte das Gefühl, dass diese Minuten für die Ewigkeit bestimmt waren. Für immer da stehen, uns nur mit den Blicken zu verständigen.<br />
Zeit verging, in der wir dastanden. Erst später bemerkte ich das Lächeln, das auf seinem Gesicht erschienen war. Auch ich musste lächeln.<br />
Doch ich sprach nicht. Die Stille war zu schön, um von meiner Stimme durchbrochen zu werden, und als könnte er meine Gedanken lesen, schwieg auch er.<br />
Wir standen da, und blickten in den Himmel, beobachteten die Sterne, ohne auf irgendetwas bestimmtes zu warten. Auf einmal blitze etwas in der Dunkelheit auf. Es<br />
sah aus, wie ein Stern, der blitzschnell über den Sternenhimmel raste.<br />
&#8222;Eine Sternschnuppe. Wünsch dir was.&#8220; Ich blickte ihn an, doch ich verstand nicht, was er meinte und schaute ihn fragend an.<br />
&#8222;Sternschnuppen. Hast du etwar noch nie davon gehört?&#8220; Ich schüttelte den Kopf.<br />
&#8222;Sie sind selten, dass man sie sieht, ist Glück. Jedenfalls darf man sich, wenn man sie sieht, etwas wünschen.&#8220;<br />
Plötzlich fand ich meine Stimme wieder. Sie war wohl igrendwo in meinem Inneren vergraben, doch jetzt war der richtige Moment gekommen, um zu sprechen.<br />
&#8222;Und das funktioniert?&#8220;<br />
Vielleicht waren es keine guten ersten Worte, aber es waren wenigstens welche. Schließlich hatte ich im schon bewiesen, dass ich nicht stumm war, was man nach den letzten Minuten<br />
leicht glauben könnte. Die Sache mit den Sternschnuppen hatte ich bisher noch nie gehört. Aber es hörte sich schön an. Ein schöner Brauch.<br />
Ich schloss die Augen, und wünschte mir, dass alles gut werden würde.<br />
&#8222;Wenn du daran glaubst, schon. Du darfst deinen Wunsch nur nicht laut aussprechen.&#8220;<br />
Ja, ich glaube daran. Ich fand es schön, wieder an etwas zu glauben. Vielleicht war es aber auch nicht die Erfüllungskraft der Sternschnuppen, sondern lediglich mein Glaube daran,<br />
dass alles wieder gut werden würde. Es war ein schöner Gedanke, und ich erfreute mich daran.<br />
Minuten vergingen, Stunden, in denen wir nur dastanden, und in den Himmel schauten, eine weitere Sternschnuppe erwarteten. Irgendwann ergriff er wieder das Wort, so<br />
als hätte er meine Gedanken gelesen:&#8220;Es ist schön, an etwas glauben zu können, wenn man in seinem Leben nichts mehr hatte.&#8220;<br />
Ich stimmte ihn zu, und nickte.<br />
&#8222;Es wird kalt, komm, lass uns reingehen.&#8220;<br />
Ich nickte abermals, und folgte ihm.<br />
Wir gingen nebeneinander her, und ich ließ meinen Blick unauffällig an ihm herabgleiten: er war muskulös gebaut und groß. Seine Gesichtszüge markant aber schön.<br />
Man sah ihm an, dass er schon viel durchgemacht hatte. Was wohl?<br />
Das Laub unter meinen Füßen raschelte. Ich kickte es vor mich hin, während mir in die Hütte gingen. Drinnen war es warm. Am Tisch brannte eine Kerze. Sie erhellte den ganzen Raum,<br />
und hüllte ihn in einflackerndes Licht. &#8222;Schön hast du&#8217;s hier.&#8220;, sagte ich. Er schloss die Türe hinter mir, setze sich auf die Couch und nickte. &#8222;Hab ich aber nicht eingerichtet.&#8220;<br />
Ich hielt es nicht für taktvoll, näher nachzufragen. Meine eigenen Probleme waren zu groß, als dass ich mir über seine Gedanken machen wollte.<br />
Er sah mich erwartungsvoll an. Ich kam mir plötzlich so nackt vor, mitten im Raum zu stehen, und angestarrt zu werden. Kurzerhand beschloss ich, mich neben ihn zu setzen.<br />
Es war das erste Mal, dass ich ihn so nahe sah. &#8222;Wie heißt du eigentlich?&#8220; Seine Stimme riss mich erneut aus meinen Gedanken.<br />
&#8222;Dora.&#8220;<br />
&#8222;Ich bin Neo.&#8220; Während wir sprachen, sahen wir uns nicht an.<br />
&#8222;Ist das dein echter Name? Neo?&#8220;<br />
&#8222;Ist Dora dein echter Name?&#8220;<br />
Jetzt sah er mich an. In seinen Augen leuchtet etwas auf, dass ich nicht identifizieren konnte. Aber er wollte offensichtlich nciht darüber reden.<br />
Ich hatte noch nie von einem Jungen gehört, der sich Neo nannte. Es gab bestimmt einen Grund dafür, warum er nicht seinen echten Namen verwendete. Meine Neugier war geweckt.<br />
Plötzlich wollte ich alles über diesen Jungen wissen. Alles.<br />
Innerlich baute sich ein Berg von Fragen in mir auf: Wer war er, wo kam er her, und wieso war er genau wie ich hierher gekommen?<br />
Fragen, auf die ich bald eine Antwort bekommen würde.<br />
Bald.<br />
Hoffentlich.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/diegeschichte.wordpress.com/54/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/diegeschichte.wordpress.com/54/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/diegeschichte.wordpress.com/54/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/diegeschichte.wordpress.com/54/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/diegeschichte.wordpress.com/54/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/diegeschichte.wordpress.com/54/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/diegeschichte.wordpress.com/54/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/diegeschichte.wordpress.com/54/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/diegeschichte.wordpress.com/54/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/diegeschichte.wordpress.com/54/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/diegeschichte.wordpress.com/54/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/diegeschichte.wordpress.com/54/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/diegeschichte.wordpress.com/54/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/diegeschichte.wordpress.com/54/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=diegeschichte.wordpress.com&amp;blog=6433553&amp;post=54&amp;subd=diegeschichte&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Chapter 11</title>
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		<pubDate>Sat, 07 Mar 2009 23:27:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Leonie Smith / Sehnsuchtswiese</dc:creator>
				<category><![CDATA[Chapter]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Krachen weckte mich. Erschrocken öffnete ich die Augen und blickte mich um. Es war dunkel, durch das Fenster konnte man die Sterne und den Mond sehen. Doch das einzige Licht in der Hütte kam von einer Art Ofen, auf dem Feuer brannte. Plötzlich ertönte eine Stimme. &#8222;Entschuldige, habe ich dich geweckt?&#8220; Sie klang tief [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=diegeschichte.wordpress.com&amp;blog=6433553&amp;post=52&amp;subd=diegeschichte&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Krachen weckte mich. Erschrocken öffnete ich die Augen und blickte mich um. Es war dunkel, durch das Fenster<br />
konnte man die Sterne und den Mond sehen. Doch das einzige Licht in der Hütte kam von einer Art Ofen, auf dem Feuer brannte.<br />
Plötzlich ertönte eine Stimme. &#8222;Entschuldige, habe ich dich geweckt?&#8220; Sie klang tief und sympathisch. Suchend blickte ich mich um.<br />
Vor Überraschung sprang ich auf. Der Junge, der vor mir Stand, war derselbe mit den hellblauen Augen und den schwarzen Locken, wie der<br />
aus der Stadt. Er musterte mich neugierig. Ich bekam kein Wort heraus. Mir war plötzlich peinlich, dass ich vorgestern einfach davongerrant war,<br />
nur mit einem zaghaften &#8222;Danke&#8220;. Eer hatte mir nachgestarrt, ich hatte es gespührt. Doch jetzt bezweifelte ich, dass er mich wiedererkannte.<br />
Meine Haare waren zerzaust und mein Make Up verwischt vom Regen.<br />
Stunden schienen zu vergehen, in denen wir uns nur anstarrten. Sein Blick zog mich sofort in seinen Bann. So fürsorglich und nett sah er aus.<br />
Wer er wohl war, und was er hier machte, genau wie ich?<br />
Ich bemerkte, dass ich immer noch im Raum stand, und er mir doch eine Frage gestellt hatte.<br />
&#8222;Nein. Ähm, ich geh dann mal.&#8220; Schnell nahm ich die Kuchenschachtel und meine Tasche von der Couch und verschwand durch die Türe.<br />
Draußen empfing mich eine kalte, sternenklare Nacht. Sofort fing ich an zu zittern. Ich sah mich um, und entschied mich, den selben Weg wieder<br />
zurückzugehen. Die Lichtung fand ich augenblicklich wieder, und überquerte sie. Für einen kurzen Moment blieb ich stehen und schaute in den Himmel hinauf.<br />
Die Sterne waren wunderschön, und das Licht des Mondes schien den ganzen Wald zu erhellen.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/diegeschichte.wordpress.com/52/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/diegeschichte.wordpress.com/52/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/diegeschichte.wordpress.com/52/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/diegeschichte.wordpress.com/52/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/diegeschichte.wordpress.com/52/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/diegeschichte.wordpress.com/52/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/diegeschichte.wordpress.com/52/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/diegeschichte.wordpress.com/52/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/diegeschichte.wordpress.com/52/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/diegeschichte.wordpress.com/52/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/diegeschichte.wordpress.com/52/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/diegeschichte.wordpress.com/52/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/diegeschichte.wordpress.com/52/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/diegeschichte.wordpress.com/52/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=diegeschichte.wordpress.com&amp;blog=6433553&amp;post=52&amp;subd=diegeschichte&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Chapter 10</title>
		<link>http://diegeschichte.wordpress.com/2009/02/27/chapter-10/</link>
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		<pubDate>Fri, 27 Feb 2009 18:22:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Leonie Smith / Sehnsuchtswiese</dc:creator>
				<category><![CDATA[Chapter]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich wusste schon genau, wo ich den Kuchen essen würde. Als ich mit meinen Eltern früher da war, verbrachten wir viel Zeit unter einer Brücke. Das Ufer dort eignete sich gut zum Steinwerfen. Ich hatte es geliebt. Immer war ich auf Vater eifersüchtig gewesen, der es fertig brachte, einen Stein mehr als 5 Mal auftreffen [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=diegeschichte.wordpress.com&amp;blog=6433553&amp;post=48&amp;subd=diegeschichte&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich wusste schon genau, wo ich den Kuchen essen würde.<br />
Als ich mit meinen Eltern früher da war, verbrachten wir viel Zeit unter einer Brücke.<br />
Das Ufer dort eignete sich gut zum Steinwerfen. Ich hatte es geliebt. Immer war ich auf Vater eifersüchtig gewesen,<br />
der es fertig brachte, einen Stein mehr als 5 Mal auftreffen zu lassen. Ich übte und übte. Bettelte jeden Tag meine Eltern an,<br />
wieder mit mir zu üben. Wir gingen oft hierher, und ich übte bis ich mich müde auf den Schoß meiner Mutter setzte.</p>
<p>Das Ufer hatte sich verändert. Das Wasser war zurückgegangen, jedoch war der einst so saubere Fluss nun nur mehr eine braune, undurchsichtige<br />
Flüssigkeit. Der Steinstrand von damals hatte sich in eine Müllhalde verwandelt: kaum einen Quadratmeter konnte ich erblicken, an dem keine<br />
zerrissene Zeitung oder eine leere Coladose lag. Unter der Brücke hatte sich ein dunkler Schatten angesammelt, der den verdreckten Strand noch<br />
verwahrlost wirken ließ.<br />
Ich blickte auf und ab. An einem Ende grenzte ein Wald an den Strand. Am Rand lagen früher große Steine, die sich in der Sonne aufwärmten.<br />
Ich saß gerne darauf. Von da aus beobachtete ich Vater beim Steinwerfen. Wenn die Sonne zu heiß wurde, wanderte ich auf einen Stein im Schatten<br />
des Waldes. Die Bäume waren immer so schön grün gewesen &#8211; und in Anbetracht des verschmutzen Strandes hätte ich nicht erwartet, dass<br />
sie es jetzt immer noch waren. Doch die Natur hatte einen Weg gefunden, diesen grässlichen Ort wieder in ein schönes Licht zu tauchen.<br />
Ich trat einen Schritt auf den Wald zu. Der Boden war verwachsen, und es war nicht einfach, mir einen Weg durch das gestrüpp zu bahnen.<br />
Überall waren Brennessen oder stechende Büsche. Als ich endlich eine Lichtung erreichte, waren meine Arme und beine übersät mit Kratzern.<br />
Über meinen Ellbogen rann Blut, doch es tat nicht weh. Schnell nahm ich ein Taschentuch und wischte das Blut ab. Ich musste an Clarie denken &#8211; sie konnte<br />
kein Blut sehen. Verdammt! Ich hatte vergessen, sie anzurufen. Das würde ich morgen nachholen. Für heute musste ich mir noch einen geeigneten Schlafplatz<br />
suchen. Doch vorerst wollte ich den Kuchen essen, den ich bis hierher durch das ganze Gestrüpp geschleppt hatte.<br />
Die Lichtung, auf der ich stand, war nicht groß, aber die Sonne warf durch das grüne Blätterdach ein wunderschönes Licht auf den Platz.<br />
Ich bleib einen Moment stehen und genoss die frische Luft, die mir durch die Haare wehte. ich streckte meine Arme aus und drehte mich im Kreis &#8211; nur dass<br />
mich diesmal kein Regen durchnässte. Der Boden unter meinen Füßen war erstaunlich trocken, dafür, dass es vor ein paar Stunden noch in Strömen geregnet hatte.<br />
Ich blieb einen Moment stehen und blickte mich um. Es war so sauber, ganz anders als am Strand draußen. Plötzlich stockte ich: hinter den Bäumen lukte ein Stück Holz hervor &#8211; eine Hütte?<br />
Ich beschloss, näher ranzugehen. Langsam setzte ich einen Fuß vor den anderen. Ich hatte schon oft von Obdachlosen in den Wäldern der Großstädte gehört, und wollte keinem unangenehm auffallen.<br />
Erst als ich um ein paar Bäume und Büsche herumging, konnte ich einen antändigen Blick auf die Hütte werfen: sie war nicht groß, vielleicht vier Quadratmeter. Die Fenster waren abgedeckt mit<br />
Kartons aus dem Supermarkt und das dach bestand aus grauem Wellblech. Es war mit Mood bewachsen und das Holz sah morsch aus.<br />
Lagsam wagte ich einen Schritt näher, und ging eine Runde um die Hütte herum. Am hinteren Ende entdeckte ich eine kleine Türe. Sie stand einen Spalt offen, und sah aus,<br />
als würde sie beim Öffnen Quietschen. Ich legte ein Ohr an das Holz der Türe. Kein Geräusch war aus der Hütte zu hören. Zaghaft öffnete ich die Türe.<br />
Der Raum dahinter war &#8211; zu meinem Erstaunen &#8211; warm. Der Boden war mit Zeitungspapier bedeckt, an der hinteren Wand stand eine Couch, die schon sehr benutzt aussah &#8211; aber bequem.<br />
Ich ging darauf zu und saß mich hin. Die Federn unter der dünnen Polsterung gaben nach, und stöhnten laut auf. Erschöft lehnte ich mich zurück. Den Kuchen und meine Tasche legte ich auf den Tisch, der<br />
vor mir stand. Erst jetzt bemerkte ich, wie geschafft ich eigentlich von der Reise hierher, und den letzten Tagen war.<br />
Erleichtert, einen guten Platz gefunden zu haben, schloss ich die Augen und schlief ein&#8230;</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/diegeschichte.wordpress.com/48/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/diegeschichte.wordpress.com/48/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/diegeschichte.wordpress.com/48/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/diegeschichte.wordpress.com/48/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/diegeschichte.wordpress.com/48/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/diegeschichte.wordpress.com/48/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/diegeschichte.wordpress.com/48/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/diegeschichte.wordpress.com/48/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/diegeschichte.wordpress.com/48/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/diegeschichte.wordpress.com/48/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/diegeschichte.wordpress.com/48/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/diegeschichte.wordpress.com/48/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/diegeschichte.wordpress.com/48/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/diegeschichte.wordpress.com/48/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=diegeschichte.wordpress.com&amp;blog=6433553&amp;post=48&amp;subd=diegeschichte&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Chapter 9</title>
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		<pubDate>Fri, 20 Feb 2009 13:15:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Leonie Smith / Sehnsuchtswiese</dc:creator>
				<category><![CDATA[Chapter]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Tee, der vor mir stand, kühlte nach und nach aus. Ich wärmte mir an der Tasse die Hände, während ich mich in der Bäckerei umschaute. Die Theke war prall gefüllt mit Leckereien. Die Wände waren mit gelber Farbe gestrichen &#8211; darauf hingen Bilder mit abstrakter Kunst. Sie gefielen mir. Etwas an ihnen erinnerte mich [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=diegeschichte.wordpress.com&amp;blog=6433553&amp;post=41&amp;subd=diegeschichte&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Tee, der vor mir stand, kühlte nach und nach aus. Ich wärmte mir an der Tasse die Hände, während ich mich in der Bäckerei umschaute. Die Theke war prall gefüllt mit Leckereien. Die Wände waren mit gelber Farbe gestrichen &#8211; darauf hingen Bilder mit abstrakter Kunst. Sie gefielen mir. Etwas an ihnen erinnerte mich an unseren ehemaligen Kunstlehrer &#8211; auch er hatte solche Bilder gemalt. Ich mochte ihn. Vielleicht würde ich ihn nie wieder sehen. Während ich hier saß, Tee trank, und auf meinen Bagel wartete, unterrichtet er wahrscheinlich gerade Clarie. Er hatte die Klasse gefragt, wo ich denn sei. Die gesamte Klasse hatte die Schultern gezuckt. Niemand wusste, wo ich war. Verschwunden, einfach weg.<br />
Inzwischen bekam ich den Bagle. Ich biss einmal ab. Er schmeckte gut, aber nicht so, wie der von Mutter. Ich ließ den Teig auf der Zunge zergehen, kaute langsam, und ließ den Geschmack auf mich wirken.<br />
Während ich dasaß, und nachdachte kamen Menschen herein &#8211; Mütter mit ihren Töchtern. Sie kauften Brötchen für ihr Frühstückt, scherzten und lachten. Sie waren eine glückliche Familie. Wie sehr auch ich mir das wünschte&#8230;<br />
In ein paar Tagen hatte ich Geburtstag. Doch irgendwie war ein Geburtstag alleine nicht dasselbe &#8211; Geburtstage sollte man meiner Meinung nach mit der Familie und den Freunden feiern. Hier hatte ich niemanden, der mir alles Gute wünschte, sich mit mir freute, endlich 16 zu werden. 16 war ein schönes alter &#8211; ich fieberte schon so lange darauf hin. Aber eigentlich hatte ich keine Ahnung in wie vielen Tagen es so weit sein würde.<br />
Ich ließ meinen Blick weiter über die Theke gleiten.<br />
An einem Ende erblickte ich einen gugelhupf-förmigen Kuchen. Er war überzogen mit Schokoladenglasur und auf jedem Höcker lag eine Schokoladenlinse. Dazwischen war jeweils eine Kerze hineingesteckt. Er war perfekt für mich &#8211; für meinen Geburtstag.<br />
Als ich dann die Bäckerei verließ, fühlte ich mich glücklich. Mit einer kleinen Schachtel, dessen Inhalt ein Kuchen war, hüpfte ich die Straße hinunter. Die Sonne schien immer noch, und wärmte mich aufs Neue auf. Die Straße war schon beinahe trocken. Ich reckte mein Gesicht gen Himmel. Das Blau war kaum von Wolken bedeckt. Eine von ihnen erinnerte an einen Hasen: die beiden Ohren und das Pommelschwänzchen. Wie süß, dachte ich.<br />
Als kleines Kind hatte ich einmal einen Stofftierhasen. Ich hatte ihn immer bei mir, egal wo. Selbst aufs Klo nahm ich ihn mit. Jahrelang war er mein ständiger Begleiter, bis meine Mutter ihn irgendwann zum Altstoffsammelzentrum mitnahm. Ich schrie, wie verrückt, doch ich durfte ihn nicht behalten. &#8222;Du bist doch schon so ein großes Mädchen&#8220;, hatte sie gesagt. Dann hatte sie sich umgedreht und war aus der Türe hinausgegangen.<br />
Komisch, dass ich mich jetzt nicht mal mehr an die Farbe des Fells oder an den Namen erinnere.<br />
Es war schon so lange her.<br />
Seitdem war auch so viel passiert. Mein ganze Leben hatte die Richtung geändert. Ich hatte mich geändert.<br />
Und jetzt war ich hier, in einer Stadt, mit der ich so viele Kindheitserinnerungen verband, die ich eigentlich vergessen wollte. Sobald ich diese Jugendherberge gefunden hatte, würde ich wieder abreisen. Länger ertrug ich diese Stadt nicht mehr.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/diegeschichte.wordpress.com/41/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/diegeschichte.wordpress.com/41/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/diegeschichte.wordpress.com/41/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/diegeschichte.wordpress.com/41/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/diegeschichte.wordpress.com/41/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/diegeschichte.wordpress.com/41/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/diegeschichte.wordpress.com/41/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/diegeschichte.wordpress.com/41/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/diegeschichte.wordpress.com/41/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/diegeschichte.wordpress.com/41/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/diegeschichte.wordpress.com/41/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/diegeschichte.wordpress.com/41/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/diegeschichte.wordpress.com/41/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/diegeschichte.wordpress.com/41/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=diegeschichte.wordpress.com&amp;blog=6433553&amp;post=41&amp;subd=diegeschichte&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Chapter 8</title>
		<link>http://diegeschichte.wordpress.com/2009/02/13/chapter-8/</link>
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		<pubDate>Fri, 13 Feb 2009 21:13:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Leonie Smith / Sehnsuchtswiese</dc:creator>
				<category><![CDATA[Chapter]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Gebäude flitzen an mir vorbei. Sie waren im Barockstil errichtet. Es gefiel mir, wie schön sie verziert waren. Inzwischen hatte es aufgehört zu regnen, und die Sonne kam wieder zum Vorschein. Sie wärmte meine Haut und trocknete meine Kleidung und Haare. Mir wurde wohl zumute, als mich die ersten Sonnenstrahlen trafen. Die Pfützen, die [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=diegeschichte.wordpress.com&amp;blog=6433553&amp;post=36&amp;subd=diegeschichte&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="MsoNormal">Die Gebäude flitzen an mir vorbei. Sie waren im Barockstil errichtet. Es gefiel mir, wie schön sie verziert waren. Inzwischen hatte es aufgehört zu regnen, und die Sonne kam wieder zum Vorschein. Sie wärmte meine Haut und trocknete meine Kleidung und Haare. Mir wurde wohl zumute, als mich die ersten Sonnenstrahlen trafen. Die Pfützen, die auf der Straße entstanden waren verschwanden nach und nach, während ich durch ihre letzen Überreste patschte. Es machte mir Spaß, durch sie hindurch zu hüpfen.<span> </span>Auch dieses Mal war ich mir sicher, dass eine Menge Blicke auf mich gerichtet waren. Ich gab ihnen Recht – ein fünfzehnjähriges Mädchen, dass sich verhielt wie eine fünfjährige war zugegeben etwas eigenartig. Ich lachte, und erfreute mich an meiner wiedergefundenen Freude an meiner Kindheit. Doch als mein Blick auf ein Schild fiel mit der Aufschrift „Jugendherberge Summerville“, kam ich in die Realität zurück. Hier war keine Zeit für kindische Spielereien. Ich durfte nicht glücklich sein, wenn meine kleine Schwester es nicht sein konnte. Aber vielleicht war es auch besser für sie nicht auf die Welt gekommen zu sein. So musste ich den Schmerz alleine tragen, ohne sie zu belasten.<span> </span>Dieser Gedanke beruhigt mich ein wenig. Ich kam mir seit ihrem Tod so verantwortlich vor. Dafür, was passiert ist, und dafür danach. Meine Mutter hatte nie mit mir darüber geredet. Zwischen uns herrschte eisernes Schweigen. Nie mehr war ein Wort über meine kleine Schwester gefallen, und auch nicht über die Tat von Vater. Aber die Gedanken waren da, bei uns beiden. Sie waren da, und würden nie wieder verschwinden. Wie ich ihn dafür hasste, dass er unser Leben und unser Glück zerstört hatte. Aber egal, wie groß der Hass auch war – meine Mutter liebte ihn immer noch. Was er getan hatte war für sie bloß ein Ausrutscher.</p>
<p>Plötzlich machte sich ein Hungergefühl in mir breit. Mein Magen begann richtig heftig zu Knurren. Ich musste lachen. Es war so laut, dass man meinen könnte, ein Bär brüllte. Der Geruch von frischem Gebäck trat mir in die Nase. Vielleicht hatten sie in der nächsten Bäckerei Bagles. Ich würde welche kaufen, auch wenn ich wusste, dass sie nicht so gut schmecken würden wie die von Mutter.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/diegeschichte.wordpress.com/36/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/diegeschichte.wordpress.com/36/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/diegeschichte.wordpress.com/36/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/diegeschichte.wordpress.com/36/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/diegeschichte.wordpress.com/36/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/diegeschichte.wordpress.com/36/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/diegeschichte.wordpress.com/36/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/diegeschichte.wordpress.com/36/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/diegeschichte.wordpress.com/36/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/diegeschichte.wordpress.com/36/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/diegeschichte.wordpress.com/36/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/diegeschichte.wordpress.com/36/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/diegeschichte.wordpress.com/36/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/diegeschichte.wordpress.com/36/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=diegeschichte.wordpress.com&amp;blog=6433553&amp;post=36&amp;subd=diegeschichte&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Chapter 7</title>
		<link>http://diegeschichte.wordpress.com/2009/02/12/chapter-7-2/</link>
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		<pubDate>Thu, 12 Feb 2009 19:21:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Leonie Smith / Sehnsuchtswiese</dc:creator>
				<category><![CDATA[Chapter]]></category>

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		<description><![CDATA[Als ich aus dem Bahnhofsgebäude austrat, war ich enttäuscht. Keine Sonne, keine Wärme. Es regnete in Strömen, und der Wind bließ meinen kurzen Rock in die Höhe. Ich musste aufpassen, dass man untenrum nicht reinsah, und hielt ihn fest. Jetzt erst blickte ich um mich herum. Ich befand mich auf dem Vorplatz des Bahnhofes: ein [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=diegeschichte.wordpress.com&amp;blog=6433553&amp;post=29&amp;subd=diegeschichte&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als ich aus dem Bahnhofsgebäude austrat, war ich enttäuscht. Keine Sonne, keine Wärme. Es regnete in Strömen, und der Wind bließ meinen kurzen Rock in die Höhe. Ich musste aufpassen, dass man untenrum nicht reinsah, und hielt ihn fest. Jetzt erst blickte ich um mich herum.<br />
Ich befand mich auf dem Vorplatz des Bahnhofes: ein großer, runder Platz, in dessen Mitte eine große Statue stand. Sie bildete eine Frau ab, die ihre Hände schützend um ihr Kind hielt. Auch wenn das Material schon sehr verwittert war, und durch den dichten Regen etwas verschwommen war, faszinierte mich diese Statue. Die innere Stärke der Frau war nicht zu übersehen. Bestimmt war sie hier eine bekannte Persönlichkeit, die als starke Frau in die Geschichte einging. Ich nahm mir vor, mich beim nächsten Stadtmuseum darüber zu informieren. Vielleicht erfuhr ich so mehr über diesen Ort hier, der mich durch seinen bloßen Namen schon Faszinierte. Ich hatte ihn auf der Landkarte entdeckt, und beschloss, dorthin zu reisen.<br />
Erst jetzt bemerkte ich, dass mir der Platz hier seltsam bekannt vorkam.<br />
Es war so, als wäre ich schon einmal hier gewesen. Vielleicht war es schon lange aus, doch die Erinnerung war da.</p>
<p>Ich war noch ein kleines Mädchen gewesen. Hand in Hand zwischen meiner Mutter und meinem Vater. Wir gingen über den Platz, währen sie mich zwischen ihnen hochhüpfen ließen. Ich lachte, und auch sie waren Glücklich. Der Bauch meiner Mutter war kaum mehr zu übersehen.<br />
Bald waren wir eine richtige Familie. Damals hatte ich mir immer eine kleine Schwester gewünscht, mit der ich Spielen und Spaß haben konnte.<br />
Nun war dieses Glück so gfreifbar, und der Schock danach kam umso größer.<br />
Es wurde Abend, und die Sonne ging hinter den Barockhäusern unter. Sie tauchte den Vorplatz in ein wunderschönes Licht. Wir saßen am Rand der Statue, und aßen Bagels. Meine Mutter backte sie selber, und sie schmeckten hervorragend. Als es zu kalt wurde, um draußen zu sitzen, packten wir unsere Sachen und gingen in unser Hotel. Eigentlich war es eher eine Jugendherberge, doch die Hauptsache war, dass wir als kleine Familie glücklich waren.</p>
<p>Und dann passierte es. Während ich am Boden saß und mit Bausteinen spielte, standen meine Eltern am Balkon. Sie redeten, doch ihre Worte wurden immer lauter.Ich war noch klein, und verstand nicht, was vor sich ging. Ich versuchte, es einfach zu überhören, und spielte weiter, doch plötzlich schrie meine Mutter laut auf. Als ich aufschaute, lag sie am Boden. Sie war mit dem Bauch gegen die Ecke des Balkons geprallt. Blut tropfte von ihr herab.<br />
Tränen traten mir in die Augen. Ich hatte keine Ahnung, was vor sich ging. Ich verfiel in Panik, und begann zu schreien. Beide schauten auf, und sahen mich weinend am Boden liegen.<br />
Das war der Moment, an dem meinen Vater die Flucht ergriff. Er rannte an mir vorbei, und schlug die Türe hinter sich zu.<br />
Das war ein Erlebnis, welches sich immer und immer wieder wiederholte, wie ein schrecklicher Alptraum, der einen schwitzend und voller Angst aufwachen lässt. Ich hatte es all die Jahre nie vergessen. Haargenau erinnerte ich mich an jedes einzelne Detail. Sogar an die roten Rosen, die an dem Morgen darauf vor der Türe lagen.<br />
Seit dem war meine Mutter nicht mehr die Selbe – ein Wrack, ein Haufen Elend. Ich wuchs auf ohne Liebe. Sie hatte meine Schwester verloren, und das war das Ende ihres glücklichen Lebens.<br />
Aber ich wollte nicht mehr länger daran denken. Zu schrecklich waren die Erinnerungen, die ich damit verband. Ich hatte mir vorgenommen, die Jugendherberge aufzusuchen, in dem wir damals gewohnt haben, um Blumen für meine kleine, verlorene Schwester abzugeben. Auch das Nummernschild des Zimmers hatte ich noch genau vor Augen: es war weiß, und die Nummer 12 war von bunten Blumen umrankt. Wo und wie die Jugendherberge hieß, hatte ich vergessen. Sie war am Stadtrand, und an das Haus konnte ich mich auch noch gut erinnern.<br />
Ich atmete tief ein, dann trat ich in den Regen hinaus. Zu meinem Erstaunen war das Wasser, das in winzig feinen Tropfen vom Himmel fiel, warm. Ich streckte meine Arme aus und drehte mich im Kreis, und schrie. Freiheit – es war Wirklichkeit geworden. Mir war klar, dass sämtliche Blicke auf mich gerichtet waren, doch es war mir egal. Mir war schon lange egal, was die anderen Leute von mir dachten. Der Regen prasselte auf mich nieder, rann über mein Gesicht, durchnässte meine Kleidung und meine Haare. Es tat so gut, frei zu sein.<br />
Nun fing ich an zu laufen. Ich lief, und lief, so weit mich meine Füße trugen.</p>
<p class="MsoNoSpacing">
<p class="MsoNormal">
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		<title>Chapter 6</title>
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		<pubDate>Tue, 10 Feb 2009 14:55:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Leonie Smith / Sehnsuchtswiese</dc:creator>
				<category><![CDATA[Chapter]]></category>

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		<description><![CDATA[Dass ich eingeschlafen war, hatte ich nicht gemerkt. Erst, als mein Kopf ruckartig nach vorne fiel, wachte ich auf. „Ihre Fahrkarte bitte?“ Der Schaffner war neben mir aufgetaucht, und durchbohrte mich mit einem neugierigen Blick. Ihm war offensichtlich ebenfalls nicht entgangen, dass ich in einem ungewöhnlichen Aufzug auftauchte. Doch was er im gerade über mich [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=diegeschichte.wordpress.com&amp;blog=6433553&amp;post=27&amp;subd=diegeschichte&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dass ich eingeschlafen war, hatte ich nicht gemerkt. Erst, als mein Kopf ruckartig nach vorne fiel, wachte ich auf.<br />
„Ihre Fahrkarte bitte?“ Der Schaffner war neben mir aufgetaucht, und durchbohrte mich mit einem neugierigen Blick.  Ihm war offensichtlich ebenfalls nicht entgangen, dass ich in einem ungewöhnlichen Aufzug auftauchte. Doch was er im gerade über mich dachte, war mir im Moment eigentlich egal. Ich hatte andere Sorgen. Als ich ihm meine Fahrkarte gezeigt hatte, schaute ich auf den kleinen Bildschirm an der Decke, um mich zu informieren, wo wir gerade waren. Ich hatte nicht lange geschlafen. Vielleicht eine halbe Stunde. Doch es hatte gereicht, um den Kopf wieder frei zu bekommen. Ich fing an, mir auszumalen, was ich als Nächstes tun würde. Es würde Vormittag sein, wenn ich ankam. Die Morgensonne würde auf meine Haut scheinen, wenn ich durch das Bahnhofsgebäude in die Sonne trat. Es wird warm sein, gerade richtig für einen Tag im Mai.<br />
Die Minuten vergingen, während ich darüber nachdachte, wie ich durchkommen würde. Ich beschloss, es einfach auch mich zukommen zu lassen. Ich werde die Freiheit auf mich wirken lassen, ohne mich zu Irgendetwas gezwungen zu fühlen. Ich tat das hier schließlich freiwillig, um endlich rauszukommen.<br />
Schon seit Tagen hatte ich mir das gewünscht. Ich hatte Sehnsucht nach meiner Kindheit. Nach Zwanglosigkeit.<br />
Doch dieses Mal würde ich erwachsen sein. Bald war mein 16. Geburtstag. Wenn ich ehrlich war, hatte ich keine Ahnung, in wie vielen Tagen es so weit war. Welches Datum hatten wir eigentlich heute?<br />
Aber Zeit war egal.<br />
Am Horizont sah ich schon sie Sonne aufgehen. Die rot-orangen Woken erstreckten sich über den ganzen Himmel. Es sah wunderschön aus.<br />
Jetzt nahm der Zug eine Kurve, und fuhr direkt auf die Sonne zu. Es erinnerte mich etwas an ein Buch, dass ich vor einiger Zeit gelesen hatte. Ein Mädchen ist dem Tode geweiht. Sie träumt immer wieder, wie sie ins Licht gehen wird. In ihrem Traum fährt sie mit einem Zug auf den Sonnenaufgang zu, ins Licht. In den Himmel.<br />
Vielleicht werde auch ich für andere sterben. Ich hatte Freunde, die ich geliebt hatte. Aber ich habe mich nicht von ihnen verabschiedet. Keiner wusste, wo ich war, was ich vorhatte, oder warum ich weg gegangen war. Sie hatten doch keine Ahnung, von all dem, was bei mir zu Hause los war. Und mir wäre es lieber gewesen, ich hätte es auch nicht.<br />
Ich werde sie vermissen. Besonders Clarie. Sie war immer für mich dagewesen, wenn ich sie gebraucht hatte. Plötzlich bereute ich, dass ich ihr nichts davon erzählt hatte. Ich beschloss, mir eine Telefonzelle zu suchen, sobald ich ankam.<br />
Sie würde es verstehen. Oder jedenfalls hoffte ich das.</p>
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